encounter with nature …

 

 Flowers

 

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(F01) poppy

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(F03) poppy

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(F06) poppy

 


 

(FL01) lily


 

(FL02): Bird of paradise flower


Frühling

(2018)

N07

 

 


„Die Linde in der Linde“

(Pfaueninsel, Berlin 2015)

Im Kopf überschlugen sich Bilder über die gestrige Begegnung mit Andrej, einem Wissenschaftler aus Holland, vermischt mit den Regenbogenfarben über Berlin,  dem Dahinrauschen auf der A111 Richtung Innenstadt, und den Klang seines Lachens, der mich an einen Wasserfall erinnerte. Eine Persönlichkeit zum Genießen. Sehr wertvoll sind solche Stunden: die geistige Begegnung, die wahre… Ich, ein Glückspilz! Der Lindenblüten-Geruch nach dem Regen vom gestrigen Abend stand noch in der Luft und zog durch ein geöffnetes Fenster ins Zimmer hinein. Ich atmete den Luft mit voller Brust ein. Unvergesslich schön…

Auf mich wartete heute ein Business-Treffen mit Rolf und Ivan. Der Tag war eigentlich schon verplant, aber… das Büchlein, welches Rolf mir schon vor Monaten geschenkt hat, stach mit seinem knalligen Orange in das Auge des Betrachtenden. Ich schlug nach dem Zufallsprinzip eine Seite auf. Oh, Wunder! – ein Artikel über die Linde in der Linde auf der Pfaueninsel! Der Plan für heute Nachmittag hat sich somit schlagartig geändert…

… Es ist der steile Weg gleich am Hafen links, der Weg, den man eigentlich lieber nicht einschlägt, wenn man mit der Fähre auf der Pfaueninsel ankommt – zumindest, solange es noch andere, weniger steile Spaziermöglichkeiten gibt.

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(N01): Linde in Linde (20 und 200 Jahre alt)

Aber die Anstrengung wird hier auf der Stelle belohnt. Es geht durch einen Laubengang aufwärts, und schon beim Erklimmen der Anhöhe steht sie vor einem, eingerahmt von den blühenden Kletterpflanzen am Ende des Weges: die Doppellinde.

(N02): Die Doppellinde

Hier stand für viele Jahrzehnte eine prächtige Linde, die Berlins Landschaftsarchitekt Peter Lenné 1821 genau an dieser Stelle gesetzt hatte. Keine Ecke dieser Insel, auf der sich einst König Friedrich Wilhelm II. heimlich mit seiner Geliebten traf, überließ Lenné dem Zufall. Auch diese Stelle. Drei Wege kommen hier zusammen, dort wo die frei stehende Linde im Landschaftsplan eingetragen wurde. Drei Pole dieser Insel vereint durch die Weisheit der Geschichte, die prachtvolle Schönheit der Pfauen, Erkenntnisse der Alchimisten durch Experimente mit Feuer und Glas, und die en detail durchdachte Struktur  der Landschaft.

 

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(N03): Pfaueninsel riecht nach Linden-Blüten

Aber der Baum, an dem Königin Luise jedes Mal vorbeikam, wenn sie zum Schloss hinaufging, ist heute eine zerborstene Hülle, allerdings lebendig und gekrönt mit grünen Zweigen.

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(N04): Lebendige Rinde der Linde

Die Rinde schließt sich einmal rundherum, im Inneren ist sie vollkommen hohl. Und aus dieser Mitte heraus, beschützt von der uralten Baumrinde, wächst eine neue Linde. Sie ist schon ein stattlicher kleiner Baum, der die Äste nach allen Seiten ausstreckt. Der Baum wurde vor 25 Jahren von dem Insel-Gärtner Kâhn gepflanzt.

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(N05): Der Pfaueninsel-Gärtner Kâhn mit seinen Linden

Sie wächst mit so viel Schwung und Zuversicht aus dem Gewesenen heraus, dass einem dieser Anblick fast wie ein kleines Wunder vorkommt.

Sein Geschenk an mich war sehr wertvoll und unvergesslich zu gleich.

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(N06): Geteiltes Pfaueninsel-Glück

Ein Glück, welches ich sehr gerne geteilt habe. Aber es ist eine andere Story…

 

 

(Quelle: 111 Orte in Berlin, die man gesehen haben muss, Band 2, Lucia von Seldeneck, Carolin Huder, Verena Eidel)